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Off-Page-SEOFortgeschritten

nofollow

nofollow Links verständlich erklärt: rel-Werte sponsored, ugc und nofollow, das Hinweis-Modell seit 2019, bezahlte Links, Nutzerinhalte, interne Links und die Prüfung.

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Geprüft von Crawl Foundry Team, Editorial Team8 Min. Lesezeit

Einfach erklärt

nofollow ist ein Linkattribut und eine Regel im Robots-Meta-Tag. Es signalisiert Suchmaschinen, dass du für die verlinkte Seite nicht bürgst und sie nicht über deinen Link gecrawlt werden soll. Google wertet es als Hinweis.

Wichtigste Erkenntnisse

  • nofollow qualifiziert einen Link; es entfernt keine Seite aus dem Index und blockiert das Crawling nicht sicher
  • Bezahlte Links gehören in rel="sponsored", Links in Kommentaren und Foren in rel="ugc"; nofollow deckt die übrigen Fälle ab
  • Interne Links brauchen selten nofollow, weil es keine Linkkraft umverteilt und Crawlern echte Pfade nimmt

Im Detail

Kurzdefinition

nofollow ist ein Wert für das HTML-Attribut rel an Links und zugleich eine Regel im Robots-Meta-Tag. An einem einzelnen Link sagt rel="nofollow": Du möchtest nicht, dass Suchmaschinen deine Website mit der Zielseite in Verbindung bringen oder diese Seite wegen deines Links crawlen. Als Regel auf Seitenebene gilt nofollow für alle Links der Seite.

nofollow ist kein Ausschalter. Seit 2019 beschreibt Google den Wert als Hinweis, den es zusammen mit anderen Signalen bewertet. nofollow entfernt auch keine Seite aus dem Index. Das ist Aufgabe von noindex, einer anderen Regel mit einem anderen Zweck.

Wo nofollow vorkommt

nofollow begegnet dir an drei Stellen, und im Audit werden sie leicht verwechselt.

html<!-- 1. An einem einzelnen Link -->
<a href="https://example.com/angebot" rel="nofollow">Angebot</a>

<!-- 2. Für alle Links einer Seite, per Robots-Meta-Tag -->
<meta name="robots" content="nofollow">

<!-- 3. Für Dateien ohne HTML, als HTTP-Header -->
X-Robots-Tag: nofollow

Das Linkattribut ist mit Abstand die häufigste Form. Meta-Tag und X-Robots-Tag-Header wirken auf Seitenebene. Eine kleine Änderung im Template kann so Hunderte Links auf einmal kennzeichnen. Der Wert none im Robots-Meta-Tag ist die Kurzform für noindex, nofollow und überrascht oft alle, die eine Seite nur aus dem Index halten wollten.

Der HTML-Standard definiert nofollow als Linktyp, der ausdrückt, dass der Autor der aktuellen Seite das verlinkte Dokument nicht unterstützt. Suchmaschinen haben ihr Crawling- und Ranking-Verhalten auf dieser Bedeutung aufgebaut.

Im September 2019 hat Google zwei genauere Werte eingeführt. Heute haben die drei Werte getrennte Aufgaben.

Nutze sponsored für Werbung, bezahlte Platzierungen und andere Links, für die es eine Gegenleistung gab. Affiliate-Links gehören dazu, weil der Publisher am Klick oder Verkauf verdient. Wenn du bezahlte Links bereits mit nofollow kennzeichnest, verlangt Google keine Umstellung. sponsored beschreibt die Beziehung aber genauer.

rel="ugc" für Nutzerinhalte

Nutze ugc für Links in Kommentaren, Forenbeiträgen, Bewertungen und anderen Inhalten, die Nutzer schreiben. Google schlägt vor, das Attribut bei vertrauenswürdigen, langjährigen Mitgliedern zu entfernen. Das ist eine Moderationsentscheidung, kein SEO-Trick.

rel="nofollow" für alles andere

Nutze nofollow, wenn keiner der beiden anderen Werte passt und du trotzdem nicht für den Link bürgen willst. Typische Beispiele sind Links zu Quellen, denen du nicht traust, Links, die du aus rechtlichen oder dokumentarischen Gründen zeigen musst, und Links in Widgets, die du nicht kontrollierst.

Werte lassen sich kombinieren, getrennt durch Leerzeichen oder Komma. rel="ugc nofollow" ist gültig und sinnvoll, wenn andere Suchmaschinen ugc nicht verstehen. WordPress setzt Kommentarlinks zum Beispiel seit Version 5.3 standardmäßig auf rel="nofollow ugc".

Von der Anweisung zum Hinweis

Als Google, Yahoo und Microsoft nofollow 2005 einführten, ging es um Kommentarspam. Viele Jahre lang behandelte Google das Attribut weitgehend als Anweisung, über den Link keine Ranking-Signale weiterzugeben.

Die Ankündigung von 2019 hat dieses Modell geändert. Für das Ranking wurden alle drei Werte sofort zu Hinweisen. Seit dem 1. März 2020 nutzt Google nofollow auch für Crawling und Indexierung als Hinweis. In der aktuellen Dokumentation steht weiterhin, dass Links mit diesen Attributen im Allgemeinen nicht verfolgt werden. „Im Allgemeinen“ ist der entscheidende Teil: Google kann die Ziel-URL über andere Wege finden und trotzdem crawlen.

Die praktische Folge ist einfach. nofollow beschreibt deine Beziehung zum Ziel. Was Google mit dem Ziel macht, garantiert es nicht.

Was nofollow nicht leistet

Die meisten nofollow-Fehler entstehen aus Erwartungen, die das Attribut nie erfüllt hat.

  • Es deindexiert nichts. Eine Seite, die nur nofollow-Links bekommt, kann trotzdem indexiert werden, wenn Google sie anders findet, etwa über eine Sitemap oder einen externen Link.
  • Es ist kein Zugriffsschutz. Private Bereiche brauchen eine Anmeldung. Ein nofollow am Login-Link schützt nichts.
  • Es ersetzt robots.txt nicht. Wenn regelkonforme Crawler ein URL-Muster deiner Website nicht abrufen sollen, nutze eine Disallow-Regel in der robots.txt. Googles Dokumentation empfiehlt das für Links innerhalb der eigenen Website.
  • Es repariert keinen Linkspam. Wenn jemand manipulative Links auf deine Website setzt, kannst du an seinen Seiten kein nofollow anbringen. In seltenen Fällen ist eine Disavow-Datei das Werkzeug dafür.

Ein guter Test ist die Frage, warum der Link existiert. Wenn Geld, Produkte oder ein anderer Vorteil geflossen sind, ist es ein bezahlter Link. Googles Spam-Richtlinien werten den Kauf oder Verkauf von Links zu Ranking-Zwecken als Linkspam. Bezahlte Links sind in Ordnung, wenn sie sponsored oder nofollow tragen.

Beispiele, die eine Kennzeichnung brauchen:

  • ein Sponsored Post, der auf die Produktseite des Sponsors verlinkt
  • Affiliate-Links in einem Produktvergleich
  • ein Link im Tausch gegen ein kostenloses Produkt oder einen Rabatt
  • Links in Blogkommentaren, Forenthreads und Nutzerprofilen
  • Banner- und Textanzeigen, die als normale HTML-Links eingebaut sind

Beispiele, die meist keine Kennzeichnung brauchen: ein redaktioneller Link zu einer Quelle, die du genutzt hast, ein Link zu einem Partner, den du ohne Bezahlung empfiehlst, und Links zu deiner eigenen Dokumentation auf einer anderen Subdomain. Ein Qualifier an jedem ausgehenden Link signalisiert Vorsicht, nicht Qualität. Pauschales nofollow kann bei offenen Plattformen mit hohem Spamdruck sinnvoll sein. Zu einem normalen Unternehmensblog passt es selten.

Wenn du unsicher bist, ob ein Backlink aus einer Kooperation als vergütet gilt, halte schriftlich fest, was vereinbart wurde. Diese Dokumentation hilft auch, falls du eine manuelle Maßnahme einmal in einem Antrag auf erneute Überprüfung erklären musst.

Manche Websites setzen nofollow an Links zum Login, zum Warenkorb, zu Filterkombinationen oder zum Impressum. Die Hoffnung ist meist, dass die übrigen Links mehr Linkkraft bekommen. Diese Idee, oft PageRank-Sculpting genannt, funktioniert nicht wie gedacht. Google-Mitarbeiter haben schon 2009 öffentlich erklärt, dass der Anteil eines nofollow-Links nicht auf die anderen Links der Seite umverteilt wird.

Internes nofollow kostet noch etwas anderes. Crawler verlieren einen echten Pfad durch deine Website, und eine Seite, die nur über nofollow-Links erreichbar ist, wird womöglich spät oder gar nicht entdeckt. Für URL-Bereiche, die Crawler wirklich nicht abrufen sollen, nutzt du robots.txt. Für Seiten, die nicht in den Suchergebnissen erscheinen sollen, nutzt du noindex und lässt sie crawlbar, damit die Regel gelesen werden kann.

Es gibt enge Ausnahmen, etwa Links, die eine Aktion auslösen, wie „In den Warenkorb“ oder „Abmelden“. Auch dort ist ein Button oder ein Formular meist die sauberere Lösung als ein Link mit Qualifier.

Nein, aber ihr Wert lässt sich schwer messen. Ein nofollow-Link von einer relevanten Seite kann trotzdem Besucher, Markensuchen und neue Kontakte bringen. Weil Google das Attribut als Hinweis behandelt, nutzt es manche dieser Links möglicherweise auch für Entdeckung oder Ranking. Google veröffentlicht nicht, wann oder wie oft das passiert. Jede genaue Prozentzahl, die du anderswo liest, ist eine Schätzung.

Für den Linkaufbau heißt das zweierlei. Ein natürliches Linkprofil enthält gefolgte und nicht gefolgte Links, und ein Link aus einer starken Publikation lohnt sich auch dann, wenn der Publisher alle ausgehenden Links kennzeichnet. Gleichzeitig solltest du keine Links kaufen und hoffen, dass das fehlende Attribut nicht auffällt.

Die sichtbare Seite und das HTML, das ein Crawler sieht, sind nicht immer gleich. Prüfe das Attribut dort, wo es tatsächlich ankommt.

  1. Öffne den Seitenquelltext und suche den Link. Das zeigt die Serverantwort.
  2. Untersuche das Element in den Entwicklertools deines Browsers. Das zeigt das gerenderte DOM, inklusive Attributen, die JavaScript ergänzt.
  3. Vergleiche beides. Plugins, Tag-Manager und Affiliate-Skripte schreiben Links oft nach dem Laden um.
  4. Prüfe die Regeln auf Seitenebene: das Robots-Meta-Tag im <head> und den HTTP-Header X-Robots-Tag.
  5. Suche auf deiner eigenen Domain nach alten Sponsored Posts. Eine Abfrage wie site:example.com "sponsored" mit Google-Suchoperatoren liefert schnell Kandidaten, auch wenn die Trefferliste nie vollständig ist.

nofollow in Content-Management-Systemen

Die meisten CMS setzen Linkattribute im Editor, in einem Plugin oder im Theme. Bei WordPress SEO bekommen Kommentarlinks automatisch nofollow ugc, während Links in Beiträgen vom Editor und deinem SEO-Plugin abhängen. Shopsysteme und Forensoftware haben eigene Voreinstellungen.

Die Schwachstelle ist meist nicht der Editor, sondern das Template. Ein Theme-Update, ein neues Kommentar-Plugin oder ein Footer-Widget kann Attribute auf Tausenden URLs ergänzen oder entfernen. Deshalb ist ein Crawl nach einem Template-Release mehr wert als eine manuelle Stichprobe.

Prüfablauf für die Praxis

  1. Liste alle Linktypen der Website auf: redaktionelle Links, Affiliate-Links, Anzeigen, Nutzerinhalte, Navigation und Footer.
  2. Lege für jeden Typ das erwartete Attribut fest: keines, sponsored, ugc oder nofollow.
  3. Crawle die Website mit einem Werkzeug, das das gerenderte HTML liest und nicht nur den Quelltext.
  4. Vergleiche die gefundenen Attribute mit deinen Erwartungen, gruppiert nach Template.
  5. Prüfe nofollow und none auf Seitenebene in Meta-Tags und HTTP-Headern.
  6. Entferne internes nofollow, wo es echte Pfade versteckt, und nutze robots.txt oder noindex, wo diese Werkzeuge passen.
  7. Dokumentiere bezahlte Kooperationen und ihre Linkregeln für Redaktion und Partner.
  8. Wiederhole den Crawl nach Theme-, Plugin- oder Tracking-Änderungen.

Häufige Fehler

  • nofollow einsetzen, um eine Seite aus dem Index zu halten
  • none im Robots-Meta-Tag setzen, obwohl nur noindex gemeint war
  • Affiliate-Links und Sponsored Posts ohne sponsored oder nofollow lassen
  • nofollow an die interne Navigation hängen, um Linkkraft zu steuern
  • eine URL in robots.txt sperren und erwarten, dass Google ein noindex darauf liest
  • nur den Quelltext prüfen, obwohl JavaScript Links nachträglich umschreibt
  • jeden nofollow Backlink für wertlos oder jeden gefolgten Backlink für wertvoll halten
  • nach einem Theme- oder Plugin-Update nur eine einzelne Stichprobe machen

Crawl-Foundry-Perspektive

Crawl Foundry hat einen eigenen Crawler mit Crawl-Verlauf. Er prüft das gerenderte HTML und zeigt interne Links so, wie der Crawler sie im DOM gefunden hat: Quelle, Ziel, Ankertext und Position auf der Seite. Weil sich Läufe vergleichen lassen, siehst du, ob eine Template-Änderung die Linkstruktur verändert hat.

Wenn du diese Beziehungen Seite für Seite nachverfolgen willst, ist die interne Linkanalyse von Crawl Foundry der passende Einstieg. Was kein Crawler beantworten kann: wie Google einen bestimmten nofollow-Link als Hinweis gewichtet. Darauf bleibt die ehrliche Antwort, dass Google es nicht veröffentlicht.

Verwandte Begriffe

Quellen für den Review

Warum es für SEO wichtig ist

Linkattribute zeigen Google, für welche Links du bürgst. Unmarkierte bezahlte Links können gegen Googles Spam-Richtlinien verstoßen, und nofollow an der falschen Stelle versteckt wichtige Seiten vor Crawlern.

Häufige Fragen

Was ist nofollow?

nofollow ist ein Linkattribut und eine Regel im Robots-Meta-Tag. Es signalisiert Suchmaschinen, dass du für die verlinkte Seite nicht bürgst und sie nicht über deinen Link gecrawlt werden soll. Google wertet es als Hinweis.

Warum ist nofollow für SEO wichtig?

Linkattribute zeigen Google, für welche Links du bürgst. Unmarkierte bezahlte Links können gegen Googles Spam-Richtlinien verstoßen, und nofollow an der falschen Stelle versteckt wichtige Seiten vor Crawlern.

Geprüft von

Crawl Foundry Team

Editorial Team
AI SEOEditorial SystemsSearch Strategy

The Crawl Foundry editorial team.

Interne Links mit Crawl Foundry nachverfolgen

Der Crawler von Crawl Foundry liest das gerenderte HTML und zeigt jeden internen Link mit Quelle, Ziel, Ankertext und Position. Crawl-Läufe kannst du vergleichen.

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